Vorbemerkung: In openSUSE Linux sind zur Vereinfachung für Benutzer, die von Windows umgestiegen sind, einige Befehle auch durch die aus Windows bekannten Eingaben zu benutzen. Hierfür sind sogenannte "aliase" gesetzt, die man auch selbst verändern kann. Sie stehen normalerweise in der Datei /etc/profile. Bei den im Folgenden aufgeführten Befehle, werden, wenn alias-Namen existieren, diese angegeben. Bei allen Befehlen wird immer nur eine kleine Auswahl an möglichen Optionen beschrieben. Ausführliche Listen über alle jeweils verfügbaren Optionen erhält man über die Manual-Seiten, die durch die Eingabe man Befehl erreichbar sind.
Auf neueren openSUSE Systemen hat sich die Verwaltung von Aliases deutlich erweitert. So stehen die Bash Aliases nun in der Datei bash.bashrc.
Diese Datei sollten Sie nach Möglichkeit nicht editieren, stattdessen können Sie verschiedene Methoden zur Erweiterung und Änderung von Aliases anwenden.
Auf Benutzerbasis können Sie im Home-Directory des jeweiligen Benutzers zum Beispiel eine .alias Datei anlegen, und dort Aliase pflegen. Systemweite Aliase können Sie beispielsweise in /etc/bash.bashrc.local ablegen.
ls - Dateilisting
Wichtige Optionen sind z.B. l, a und F. Die Befehle lauten also ls -l, ls -a und ls -F oder in Kombination, z.B. ls -laF. ls -l bewirkt das Anzeigen der langen Dateiliste. An einer Beispielausgabe werden die Spalten von links nach rechts erläutert:
drwxrwxr-- 2 wwwrun www 4096 Jan 1 2009 home
Die erste Spalte gibt den Typ (Verzeichnis, Datei oder Link) und die Rechte an (dazu unten mehr), dann folgt die Zahl der Links auf das jeweilige Objekt. Jetzt folgen nacheinander: Eigentümer, Gruppe, Dateigröße, Datum der letzten Änderung, Name.
Die Option -a zeigt zusätzlich alle versteckten Dateien an, also diejenigen, die mit einem . beginnen. Die Option -F verdeutlicht den Typ der Objekte zusätzlich zur Farbgebung noch mit einem Zeichen am Ende (z.B. * für eine ausführbare Datei oder / für ein Verzeichnis. Zu ls mit den genannten drei Optionen existieren einfache Alias-Namen, wobei die einfachste (l) ls -alF ausführt. Hier ein Auszug aus /etc/profile zu den Alias-Befehlen von ls:
alias dir='ls -l'
alias l='ls -alF'
alias la='ls -la'
alias ll='ls -l'
alias ls='ls $LS_OPTIONS'
alias ls-l='ls -l'
Sie sehen, nicht nur ll bewirkt ls -l, sondern auch der alte DOS-Befehl dir. Sie können also auch mehrere Aliasnamen für denselben Befehl definieren.
cd - Change Directory
Das bedeutet, .. bringt Sie ein Verzeichnis höher und ... führt Sie zwei Stufen nach oben. Die reine Eingabe von cd führt sie von jeder Stelle des Verzeichnisbaums in Ihr home zurück. Gleiches bewirkt cd ~.
Auch hier können absolute und relative Pfadnamen eingegeben werden. Die wichtigste Option ist hier sicher -R. Damit kopieren sie rekursiv, also mit allen Unterverzeichnissen und deren Inhalten.
ln -s - Symbolischen Link anlegen
Eine sehr praktische Funktion ist das Arbeiten mit symbolischen Links. Nehmen wir an, Sie haben Verzeichnisse oder Dateien, die Sie oft verwenden, die aber aufgrund der Datei- und Verzeichnisstruktur von Linux nicht in Ihrem Homeverzeichnis liegen können, sondern z.B., falls der Apache Webserver auf Ihrem System läuft, in /usr/local/httpd/htdocs. Sie möchten aber nicht jedesmal diesen langen Pfad angeben (den man sich in manchen Fällen vielleicht nur schwer einprägen kann), wenn Sie von Ihrem Homeverzeichnis aus zu den jeweiligen Daten wollen. Um dieses Problem zu lösen, legen Sie in Ihrem Homeverzeichnis einen symbolischen Link, auch weicher Link oder Softlink genannt. Sie wechseln dann zu diesem Link, als wäre er ein Verzeichnis und befinden sich danach in dem Verzeichnis, auf das der Link verwiesen hat. Um z.B. das Verzeichnis /usr/local in Ihrem Homeverzeichnis unter dem Namen local erreichen zu können, geben Sie folgenden Befehl ein (wenn Sie sich in Ihrem Home befinden):
ln -s /usr/local local
Das schon existierende Verzeichnis wird also als erstes genannt. Schauen Sie sich nun mit l Ihr Homeverzeichnis an. Sie sehen dann in etwa folgende Zeile:
lrwxrwxrwx 1 User Gruppe 35 Jul 16 14:48 local -> /usr/local/
Wenn Sie nun cd local eingeben, landen Sie im Verzeichnis /usr/local/ obwohl es so aussieht, als wären Sie im Verzeichnis ~/local. Der erste Buchstabe der Ausgabezeile oben lautet hier l. Daran sehen Sie, daß es sich um einen Link handelt. Ein Verzeichnis hat hier ein d, eine Datei einen Strich (-).
du - Die Größe von Verzeichnissen
du
misst die gesamte Größe aller Dateien und Unterverzeichnisse des angegebenen Verzeichnisses.
df - Partitionen
Wichtige Informationen über die aktuell gemounteten Partitionen bekommt man mit . Besser ist hier allerdings df -h für steht.